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Lofoten, Sommer, Abschied

Lofoten, Sommer, Abschied

Am 1. Mai ging es für mich und ein paar weitere Studenten auf die Lofoten an den Nusfjord in das kleine Fischerdörfchen. Was wäre Uni ohne Exkursionen.

Wir schliefen in den top-modern eingerichteten kleinen roten Hütten. Besser geht ja wohl nicht.

Aus dem gelben Fischergebäude aus hatte man den direkten Blick auf den Fjord, konnte mit Laptop im großen Fester sitzen und so tun als arbeite man.

 

 

 

Komisch. Mir kam alles so bekannt vor. Bis mich mein Vater aufklärte, dass ich genau dort schon einmal war. Nur hatten wir nicht dort übernachtet – wegen der extremen Preise… 🙂

Eine riesiger Schwarm junger Fischlein.

…wer kann, der kann 🙂

…ein bisschen Posen…

 

 

 

 

Am ersten Tag wurde gefischt und der Mageninhalt der Tiere untersucht. Den Seewolf (rechts) kannte man mittlerweile schon. Ansonsten wurde hauptsächlich Dorsch/Kabeljau gefangen. Der Fisch wurde filetiert und eingefroren, für den späteren Verzehr. Ich…guckte zu, protokollierte und spritzte später das Blut des Massakers weg – wie im Schlachthaus.

Mit Drysuits wurde eine kleine Schnorcheltour angeboten. Weil ich etwas erkältet war, hab ich mich damit zufrieden gegeben den Strand abzusuchen – erfolgreich!

…soooo schööön!

Man kommt hier so nah an die hübsche Dreizehenmöwe heran, wie wahrscheinlich sonst nirgends. Dementsprechend ist auch das Hintergrundgeräusch den Tag über.

Das ist nur ein Beispiel von vielen, um zu zeigen wie geschmackvoll das Fischergebäude war (Torsk = norwegisch für Dorsch/Kabeljau, auf englisch cod). Allein das Frühstück war großartig.

An einem Tag war es soweit: Orcaalarm! – mit passender Mütze –> sea shepherd

Hier die Finne eines Orcas. Außerdem sahen wir eine Mutter mit ihrem Kalb.

Da schwimmt man so gemütlich im Meer und plötzlich…aus der Tiefe…HAPPS! An den Kerl konnte ich mich auch noch erinnern. Generell ist hier alles voll mit Stockfisch und gehört mit den dazu gehörigen Gestellen zum Landschaftsbilder der Lofoten.

Zurück ging es mit einem der neueren Hurtigrutenschiffe, mit Whirlpool an Board.

Wir kamen morgens um halb 4 wieder in Bodø an und der Frühling hatte begonnen!

Am 17. Mai ist Nationalday und nahezu alle Norweger tragen (teilweise richtig schöne) Tracht und Fahne. Selbst kleine Kinder und Babys tragen Anzüge und Lackschuh.

In der Parade sah ich die ersten und einzigen Wikinger während meines Aufenthalts. 🙂

Was das Mädchen da stolz in den Händen hält, sind Karten mit Foto und Kontaktdaten der baldigen Schulabschließer, welche diese an die Kinderverteilen. Außerdem tragen sie Hosen in bestimmten Farben die anzeigen, was nach der Schule Folgt (rot für die, die studieren werden z.B.).

Die Polizei ist gut drauf, da macht man schon mal gerne ein Selfie.

An Midsommer machte ich meinen kleinen Spaziergang um die Mitternachtssonne zu bewundern.

Und hier ist sie! Nachts herum zu laufen, bei Tageslicht ist schon auf Dauer seltsam und rückt den Schlafrhythmus mal wieder komplett nach hinten.

Flechten zeugen von guter Luft.

Und der Midsommerigel bestätigte, dass alles lebendiger wurde.

Jetzt war es auch endlich Zeit für mein Amphipoden-Projekt. Dafür fuhren zwei Techniker der Uni und ich mit dem Bötchen durch den größten Gezeitenstrom der Welt und versenkten Fallen in bis zu 500m Tiefe (Das Seil dafür musste ich abmessen und in Bottiche legen…und…entknüddeln). AB 200 m spricht man von Tiefsee. Die Fallen hatte ich mit Truthahn und Seewolf bestückt. Beides hatten wir vorher in die Sonne gelegt, damit es auch schön stinkig wurde. Das war eine großartige Aufgabe das Fleisch in kleine Stückchen zu schneiden… Eigentlich sollte es ja Hühnchen geben, aber das war gerade aus, da Verdacht auf E. coli bestand.

Mit Bojen wurden die Fallen markiert.

Und einen Tag später wieder eingeholt.

Nur in einer Falle waren Amphipoden zu finden – Tausende.

Die Tierchen ernähren sich von Aas.

Am Nationalday lernte ich eine Organisation kennen, und freundete mich mit Einigen an. Bei einem Pizzabackabend traf ich auf diesen lustigen Bruder. Die Schleifen haben irgendwie was.

Mal wieder der Ausblick aus meinem Fenster 🙂

Am Tag meiner Meeresbiologieklausur bekam ich Besuch!

Am ersten Abend musste ich direkt einen meiner Lieblingsplätze vorführen.

Jeden zweiten Tag eine kleine Wanderung.

Strandfund.

Stone-Hugger.

Geliebtes Wollgras.

Jeden anderen Tag ging es in die Stadt. Softeis ist in Norwegen sehr beliebt.

Der neue 200 Kronen Schein! Neues Format, neue Textur, neue Motive. Kabeljau und oben rechts ein kleiner Papageientaucher.

Second-Hand-Kleiderladen. Die Besitzerin hat mir ihre Telefonnummer gegeben und meinte ich soll mich mal melden, wenn ich wieder da bin, auch wenn sie den Laden dieses Jahr schließt. An einem Tag ließ sie mich auch auf den Laden aufpassen, während sie mal Kaffee holen war. Lustige Frau 🙂

Und plötzlich war er da: der smoke on the water!

Wir begannen unsere Tour knapp bekleidet und landeten in Nebelland.

Mit extrem hoher Luftfeuchtigkeit.

Gut, dass wir Fleece und Norwegerpullis auf dem Keiservarden dabei hatten! Und außerdem…sehr stylisch!

Fast wie ein Aquarell.

Kaum war der eine Besuch weg, kam meine Mutter zu Besuch.

Und auch hier direkt am ersten Abend: Mitternachtssonne am Felsen.

Seit ich in Norwegen angekommen war, sammelte ich Wachsreste und jedes Streichholz. Am 23. Juni, Sankt Hans (Johannistag) werden traditionell überall Feuer gezündet. Nachts um halb 1 dann trafen wir uns dann noch mit meiner neuen Freundin Silje (ja, sie heißt fast genauso wie ich!) am Strand und ich entzündete ein verglühtes Feuer mit meinem Wachs und Hölzchen innerhalb von wenigen Sekunden. Praktisch.

Die Flut löschte schließlich das Feuer und es zischte und brodelte.

Mitternachtssonne hinter Löwenzahn. Eins meiner Lieblingsbilder.

An einem bewölkten Tag ging es an den Fjord bei der Uni.

 

 

 

Quarzadern und das Gleiche in verwittert.

 

 

 

Frühstück auf dem Steg am See.

Wer sucht…

…der findet! Übrigens gibt es mehr Meeresschnecken als Landschnecken und noch weniger Süßwasserschnecken! Bekanntlich kommt das Leben ja auch aus dem Meer 🙂

Das Bächlein gibt es auch schon in den Visionen „zu geschneit, vereist, voller Wasser“…

Inselland

Mitternachtssonne hinter Wolken.

Wollgrasliebe.

Da meine Mutter hier ihren Geburtstag feierte, verabredeten wir uns mit ein paar netten Menschen, gingen Bowling spielen und in den Pub, wo ein norwegisches Geburtstagsständchen gesungen wurde. Dort wurde auch die Nationaldroge Snus vorgeführt. Der Tabak wird sich unter die Oberlippe geschoben. Schont wenigstens die Lunge, aber macht hässliche Zähne.

Meine unzähligen containerten und gepflegten Pflänzchen verteilte ich bei Freunden. Meine Melisse bekam so einen Platz im Labor und wurde mit Licht mit diversen Wellenlängen bestrahlt – und einer Lichterkette zur Deko.

Rot…weiß…blau

Fast gruselig.

Der Tag des Abflugs…

So verließ ich die „Karibik“.

Gletscher-Kratzspuren von Oben.

Der letzte Schnee für lange Zeit.

Ich werde so Einiges vermissen und davon berichten…es war ein schönes halbes Jahr!
– Ich komme wieder!

eure Sinje.

2 Kommentare

  1. Wow,sehr schöne Bilder hast du gemacht….

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